Welt geschrumpft

Jeder Schritt vor die Tür ist eine Mission, die sorgfältig geplant sein muss. Neulich, für einen simplen Gang zum Arzt, um Medikamente zu holen, habe ich mich vorbereitet, als ginge es auf eine Weltreise: Sonnenhut, Sonnenbrille und Gehörschutz waren meine Begleiter für die kurze, dreiminütige Zugfahrt. Im Zug selbst habe ich mich mit dem Rücken zum Geschehen an die Wand gestellt, die Augen fest auf einen Punkt gerichtet, um nicht von der Bewegung der Mitreisenden oder der vorbeiziehenden Landschaft überfordert zu werden.

Meine Welt ist klein, auf wenige, kalkulierte Ausflüge pro Woche begrenzt. Mehr als ein bis zwei Unternehmungen, und mein System ist überfordert. Deshalb bleibe ich am liebsten einfach zu Hause. Meine 70 Quadratmeter große Wohnung ist mein sicherer Hafen. Hier kann ich mich frei bewegen, bin ich noch genügend selbstständig, ohne mir Gedanken über die unkontrollierbaren Reize der Aussenwelt machen zu müssen.

Um dennoch ein Stück Freiheit zu bewahren, haben wir uns ein Reisemobil zugelegt. Es ist nicht nur ein Auto, sondern ein fahrbares Bett. Nach einer maximal einstündigen Fahrt — oder zwei im Halbliegen — muss ich am Zielort erstmal eine Pause einlegen. Es ist die einzige Möglichkeit, die Welt zu erkunden, ohne das Risiko einzugehen, mein System zu überlasten. Das Reisemobil gibt mir die Möglichkeit, die Welt in meinem eigenen Tempo zu erleben und überall meinen sicheren Rückzugsort dabei zu haben.


* Für diesen Text habe ich dem Smartphone Notizen diktiert und diese mit KI in einem Text umgewandelt.

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