Über mich

Es dauerte lange, bis die Einsicht in mein Bewusstsein gesickert war: Ich bin eine chronisch kranke Frau. Das war in meinem Lebensentwurf nicht vorgesehen. Und in den Plänen meines Mannes für die Zeit nach seiner Pensionierung schon gar nicht.

Mit den Diagnosen Long Covid (LC) und Myalgische Enzephalomyelitis (ME) in Kombination mit dem Chronischen Fatigue-Syndrom (CFS) fand ich mich in einer Realität wieder, die ich mit Zehntausenden, ja Hunderttausenden, anderer Menschen in der Schweiz teile: Heilung? In absehbarer Zeit nicht in Sicht. Eine wirksame Therapie? Fehlanzeige. ​Viele Betroffene verstummen, weil sie von den Sozialversicherungen abhängig sind und sich nicht trauen, sich öffentlich zu äußern. Oder ihre Krankheit hat sie bereits so weit vereinnahmt, dass sie sich nicht mehr zu Wort melden können.

Als ehemalige Führungskraft im Case Management und Versicherungsumfeld bin ich zutiefst betroffen und beschämt, wenn ich höre, was Patienten erleben im Rahmen der Prüfung ihrer Leistungsansprüche. ​Ich habe selbst keine Ansprüche bei einer Sozialversicherung angemeldet. Diesen Kampf wollte ich mir ersparen. Ich kann es mir aber auch leisten, darauf zu verzichten - und so kann ich meine Stimme erheben, das Unvorstellbare zu verdeutlichen versuchen.

Deshalb habe ich begonnen, einen Blog zu schreiben. Es ist meine persönliche Geschichte, mein Leben, mein Kampf als moderat Betroffene. Er steht nicht für die unzähligen anderen, die täglich um Anerkennung ihrer Krankheit und ein bisschen Lebensqualität kämpfen. Denn jede Person hat ihr eigenes Drama, ihre eigene Geschichte.

* Text anhand diktierter Notizen mit Hilfe von KI verfasst

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