Pille geschluckt

Eine kleine blaue Pille macht mir seit Kurzem Hoffnung auf Linderung meiner Symptome. Es ist ein Antihistaminikum, auf das ich per Zufall durch die Erfahrungsaustausch-Gruppe gestossen bin. Ich recherchierte und fand ein Präparat, das genau die Kombination an Beschwerden abdeckt, an der ich seit Jahren leide und die sich mit meiner ME-Erkrankung noch verschärft haben.

Nachdem vor ein paar Wochen eine schmerzhafte Hautreaktion eskalierte, wagte ich den Versuch. Die Wirkung ist positiv: Meine Nase schwillt nachts nicht mehr zu, die Blähungen sind weg, meine Augen jucken nicht mehr und die Haut hat sich beruhigt.

Natürlich hatte ich all diese Symptome längst ärztlich abgeklärt. Der Augenarzt verschrieb Tropfen, die Hausärztin empfahl Salbe für die Haut, gegen die Blähungen half Schonkost und gegen die verstopfte Nase ein Erkältungsmedikament. Das Problem: Kein Arzt hat je eine ganzheitliche Anamnese gemacht. Jeder fokussierte sich isoliert auf sein Fachgebiet, niemand blickte über den Tellerrand hinaus.
​Das macht mich nachdenklich, denn dieses Phänomen betrifft viele ME-Betroffene. 

Da sich kaum eine medizinische Fachperson ein Gesamtbild verschafft, bleibt es bislang den Patienten selbst überlassen, nach Zusammenhängen und Linderung zu forschen. Für mich ist das ein klares Zeichen ungenügender medizinischer Versorgung. Das Phänomen wird deshalb in die nationale Strategie für LC, ME und andere postinfektiöse Erkrankungen einfliessen. Es wird Zeit für Veränderung!

* Text anhand diktierter Notizen mit Hilfe von KI erstellt

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