Als Geisel genommen
Schon lange hatte ich mich darauf gefreut: ein Gulasch. Nicht hastig zusammengekocht, sondern an einem ruhigen Tag stundenlang gemächlich im Saucengemüse schmorend. Währenddessen hatte ich in der Küche auf dem Sofa gelegen, Wache haltend, während der Topf seine Arbeit verrichtete.
Heute, vier Tage später, war es so weit: Die Kasserolle mit dem Gulasch wanderte in den Ofen um aufzuwärmen und die Aromen noch zu vertiefen. Die erste Komponente konnte aus den Augen gelassen werden.Nun war Kartoffeln schälen und Gemüse rüsten angesagt. Die Kartoffeln wanderten direkt in einen Topf mit kaltem Wasser und warteten dort auf ihr Schicksal. Nun dünstete ich das Gemüse an und platzierte es neben der Kasserolle im Ofen zum Warmhalten. Die zweite Komponente war bereit.
Dann die Kartoffeln: Gekocht, abgegossen, zu einem Püree gestampft und mit Buttermilch zur samtigen Konsistenz gebracht, dampften sie schon bald auf dem Tisch. Auch die dritte Komponente war fertig.Es war ein leckeres Sonntagsessen! Eine Mahlzeit, welche die sorgfältige Planung würdigte.
Doch der Genuss forderte seinen Tribut. Kaum war der letzte Bissen geschluckt, zwang mich die Müdigkeit unerbittlich zurück aufs Sofa und vertraute, bleierne Muskelschmerzen signalisierten mir unmissverständlich: Die Möglichkeiten dieses Tages waren erschöpft. Das heimlich erhoffte Konzert am Abend, nur 300 m von meinem Sofa entfernt, musste ohne mich stattfinden.Die Schlemmermahlzeit war geglückt, aber sie hatte den Rest des Tages als Geisel genommen.
* Text anhand diktierter Notizen mit Hilfe von KI verfasst
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