KKL sausen lassen
Vor einem halben Jahr war es nur ein Klick und dann kam die Vorfreude: Wir hatten Tickets für ein Konzert im KKL in Luzern gebucht. Es war ein ambitioniertes Vorhaben und klang nach Freiheit und Abenteuer: Gemütlich mit dem Camper nach Luzern reisen, auf einem Parkplatz nur zwei S-Bahn-Minuten vom KKL entfernt übernachten und, ganz wichtig, das Konzert mit montiertem Gehörschutz besuchen. Ich hatte mich unendlich auf diesen Abend gefreut – ein Stück Normalität, ein Hauch von altem Leben.
Doch wie so oft, wenn man das Leben plant, grätscht es unvermittelt dazwischen. Dieses Mal kam es in Form eines unbarmherzigen Trios: winterliche Temperaturen, schlechtes Wetter und ein kranker Hund. Die rutschigen Straßen wurden zum Sinnbild für unsere davonschlitternde Unternehmung. Wir blieben einmal mehr zu Hause.Eine spontane Entscheidung, die guten Plätze online zu verschenken, sorgte dann wohl bei einigen für Irritation. Konzert? Anreise? ME CFS? Die Gleichung geht für viele nicht auf. Und das muss sie auch nicht.
Für mich ist es kein Widerspruch, sondern eine Überlebenstrategie. Es ist meine Art, immer wieder aufs Neue etwas zu wagen, normale Dinge zu planen, mich an die Möglichkeit eines großartigen Abends zu klammern.
Der Ausgang ist ungewiss, das Risiko eines Fehlschlags hoch – das hat dieser Abend wieder gezeigt. Aber die Alternative, das Wagnis erst gar nicht einzugehen, wäre der größere Verlust. Denn solange man versucht, solange man plant und hofft, solange hat das Leben noch eine Melodie im Repertoire.* Text anhand diktierter Notizen mit Hilfe von KI verfasst
Autsch. Das tut schon beim Lesen weh.
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